ein kleiner Gedanke
(aus dem Adventskalender „Der Andere Advent“....)
Jahreswechsel
Manche Menschen sind ihrer Zeit weit voraus, sie planen bereits einen
feuchtfröhlichen, funkensprühenden Jahreswechsel. Der Wechsel vom alten zum
neuen Kirchenjahr vollzieht sich dagegen still und nahezu unbemerkt: Nach
alter Tradition beginnt das Kirchenjahr am Vorabend zum 1. Advent. Heute,
mit der Vesper, wenn die Glocken den Sonntag einläuten, öffnet sich der
leise, nachdenkliche Weg durch den Advent. Auch für uns könnte das ein
Wechsel sein: vom Rennen zur Ruhe, vom Tun zum Lassen, vom Planen zum
Meditieren. Ob ich in der Dämmerung des Sonnabends schon die erste Kerze am
Adventskranz anzünde? Warum eigentlich nicht, ich kann es in der Freiheit
der Kinder Gottes entscheiden. Gerade jetzt ist es gut, im Schein einer
Kerze zu sitzen, beieinander oder allein, und darüber nachzudenken, wie
wir diese stille Zeit bewusster wahrnehmen können. Es gibt einen Hunger,
der über unseren Bedarf an Marzipankugeln und Christstollen hinausgeht,
eine Sehnsucht nach Sinn und Geborgenheit. Die Texte und Melodien des
Advents rühren an Gefühle der Vergangenheit und an die Hoffnung auf das
Licht, das Jochen Klepper mit der Heiligkeit des Morgensterns aufziehen
sieht:
Die Nacht ist vorgedrungen,
der Tag ist nicht mehr fern.
So sei nun Lob gesungen
dem hellen Morgenstern!
Auch wer zur Nacht geweinet,
der stimme froh mit ein.
Der Morgenstern bescheinet
auch deine Angst und Pein. (Hinrich C.G.Westphal)
Ich wünsche Dir und deiner Familie, immer mal wieder Ruhe zu finden.
Eine schöne, besinnliche Adventzeit,
ein ruhiges und friedliche Weihnachten
und einen gesunden Jahreswechsel
wünsche ich Dir und den Deinen
Uli